Eröffnung und KiM – Kurzstück im Maßanzug
Freitag, 09. Juli 2010
Infos zu Eintrittspreisen und Kartenreservierung hier
19.00 Uhr: Eröffnung der tanz kollektion sommer ´10
Frau Andrea Kaufmann, Landesrätin für Kultur, eröffnet die Veranstaltung mit einer Ansprache.
Vernissage der Fotoausstellung behind the scenes, einer Dokumentation der tanz kollektion sommer 09 mit Blick hinter die Tanzkulissen, sensibel eingefangen von Marc Vogel. Ausserdem werden performative Einstimmungen auf die Kurzstücke im Foyer geboten.
19.30 Uhr: KiM – Kurzstück im Maßanzug
In diesem Jahr beschäftigt sich die gesamte tanz kollektion mit dem Genre Film. Tanzschaffende aus Vorarlberg und angrenzenden Regionen wurden eingeladen, ihr movie-Kurzstück zu präsentieren. Darüber hinaus wurden bereits im Frühjahr zwei Schulprojekte zu diesem Thema umgesetzt, welche bei KiM erstmals gezeigt werden. Geboten werden sieben Kurzstücke, die ihre Inspiration aus französischen Filmen, Roadmovies oder gar Stummfilmen bezogen. Neben Vorarlberger TänzerInnen und Ensembles sind Gaststücke aus der Schweiz und aus Deutschland zu sehen.
Das Programm
Hard verdreht – Premiere des Film-Tanzprojekts mit SchülerInnen der Hauptschule Hard Markt
Wie bringt man einen Schotterplatz zum Klingen? Muss der Skaterplatz getröstet werden, wenn ihn niemand befährt? Und lädt der Rathausplatz zu Verfolgungsjagden ein?
Diese und noch mehr Fragen veranlasste 5 Mädchen und 15 Jungs der Hauptschule Hard Markt, die ursprüngliche Bestimmung öffentlicher Plätze in Hard zu verdrehen. Mit Tanz, Rhythmen und ungewöhnlichen Bewegungen tauchten sie die Bodenseestadt in ein neues Licht und bewiesen, dass nicht nur die Seebühne in Bregenz als Filmkulisse taugt.
Konzept, Choreographie und Regie: Aleksandra Vohl
Performance / Tanz: Kerstin Bastiani, Luca Bischof, Johannes Büchele, Ricardo-Mateo Diskus, Sarina Hotz, Haris Kalosevac, Niklas Kolb, Jan Kollmann, Andre Lechtaler, Thomas Letsch, Valentin Matt, Rafael Ölz, Sebastian Riedl, Sinancan Tanriverdi, Jakob Rohner, Tabea Rohner, Anna-Maria Vögel, Sarah Wendel, Vinzenz Zaponig
Musik: Josh Winiberg
Kamera und Schnitt: Kirsten Helfrich, Roland Adlassnigg
Projektbegleitung: Lisbeth Rohner
I wish I was…- Schulprojekt BAKIP Feldkirch
Agent 007 inspirierte im Frühjahr die SchülerInnen der HS Hard Markt zu ihrem Performance-Film «Hard verdreht«. Die 3b-Klasse der BAKIP Feldkirch drehte weiter: neben Szenen aus dem Harder Tanzfilm nahm sie Ideen verschiedenster Kultfilme genau unter die Lupe. Aufregende Verfolgungsjagden, romantische Liebeszenen oder lässige Coolness waren Ausgangspunkt für Experimente, Verfremdungen und neue Interpretationen, die in diesem Bühnenkurzstück vertanzt werden. Die Schülerinnen brachten ihre persönlichen Vorstellungen zum Thema HeldIn ein – ganz im Sinne von «I wish I was …«
Konzept und Choreographie: Natalie Begle
Tanz: Klasse 3b mit Ella Amann, Sabine Breuß, Anna Benzer, Julia Dünser, Lea Dür, Pia Frick, Susanne Gehrmann, Anette Hammerer, Simone Heidegger, Carmen Heinzle, Sarah Hirschauer, Andrea Hupp, Lisa Maria Kainzbauer,Victoria Mäser, Claudia Maier, Clarissa Saxenhammer, Anja Schallner, Linda Scheidbach, Nina Scherrer, Selina Stecher, Lisa Sueß, Jennifer Tillmann, Sarah Tschegg, Kathrin Wehinger, Wild Nadine
Projektbegleitung: Maria Wolf-Martinelli
We love you forever
„Es ist überall, es ist in uns, es ist außer uns das einzige. Wir sind nichts ohne es und es ist nichts ohne uns. Wir sorgen für die totale Verschmelzung“ Dieses Kurzstück ist inspiriert vom Film „plastic planet“ (A 2009, Regie: Werner Boote).
Wir sind ständig umgeben von Plastik in allen Formen und Farben, allzeit in Berührung mit diesem anorganischen Material. Plastik beeinflusst unsere Handlungen und Bewegungen. Plastik trifft von außen auf unsere Haut, unsere Körper. Kunststoff gelangt auch in unsere Körper, über unterschiedliche Wege. Auch in unserem Blut schwimmt Plastik. Können wir es in uns spüren?
Künstlerische Leitung: Ruth Grabher
Tanz: Companie G.P.A. mit Esther Kamp-Häusle, Maria King, Ruth Grabher
Percussion: Giorgio Menossi
Clic de Souris
Dieses Stück basiert auf dem Film “The Matrix“ und ist eine freie Interpretation vom Leben – von der Geburt bis zum Tod. Im Laufe unseres Lebens müssen wir wichtige Entscheidungen treffen, die unseren Weg bestimmen. Im Laufe unseres Lebens müsen wir kämpfen. Im Laufe unseres Lebens müssen wir uns immer wieder entscheiden: wir haben die Wahl, rechts oder links abzubiegen. Das ist das Spannende , aber nicht immer leicht. Friedrich Nietzsche sagte: “Frei ist, wer in Ketten tanzen kann”. Na dann… Nimmst du die blaue oder die rote Pille?
Konzept, Choreographie und Tanz: Sophie Paratte
Musik: Martin e Greil
Caos Calmo
Fünf Frauen treffen in diesem Tanzstück aufeinander. Sie präsentieren ihren jeweiligen Charakter, erzählen ihre Schicksale, werden schließlich Freundinnen und erkennen eine Gemeinsamkeit, die sie gleichermaßen betrifft. Zerreiben sich unsere Gestalten nun an ihrem Los oder können sie sich gegenseitig helfen? Gehen sie wieder zurück in ihre ursprüngliche Geschichte oder lassen sie uns eine neue im Kopf erleben?
Konzept und Choreographie: Julia Galluzzi
Tanz: Julia Galluzzi, Carina Huber, Carla Lins, Aurelia Steinemann, Maria Walser
Musik: Antonio Vivaldi / Fausto Papetti
Amélie et les autres
Dieses Tanzstück ist die Weiterentwicklung von “dos valses para Amélie”, das bei der tanz kollektion sommer 09 gezeigt wurde. Es verbindet die zarte, naive Welt der Amélie mit der der „Anderen“. Amélie trifft in diesem Fall auf eine Gruppe von Straßentänzern. Obwohl sie im Mittelpunkt des Geschehens steht und von Menschen umgeben ist, fühlt sie sich wie in der Seifenblase aus Kindheitstagen. Es gelingt ihr jedoch, sich dem Fluss dieser kontrastreichen Welten hinzugeben, wodurch sich ganz neue Perspektiven öffnen.
Idee: Claudia Grava
Choreographie: Claudia Grava mit den TänzerInnen
Tanz: Massimo Aspirante**, Claudia Grava, Christine Gruber, Carina Huber, Rusty Lester, Mario Jose Posch*, Abdu Türkylmaz*, Aleksandra Vohl und Tanzschülerinnen der Musikschule Dornbirn
*Mitglieder der BPM-Crew ( Breakdancer des Jugendtreffs Westend )
**Trainer der Roc Kidz Crew
Musik: Yann Tiersen
I could…!
Das Solo erzählt aus dem Leben einer jungen Frau, die einengende Mauern überwinden möchte, um Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung zu finden. Gemäß des Genres Roadmovie begibt sich die Protagonistin auf die Suche nach ihrem Platz in der Welt. Reflektiert wird – ganz ohne Wertung – das in der westlichen Welt unter jungen Menschen weit verbreitete Lebensideal und der Glaube an vollkommene Freiheit.
Choreographie und Tanz: Laura Heinecke
Oeil extérieur: Lolita Espin Anadon
Weiblichkeit in Unendlichkeit. Amen
Inspiriert vom Film “8 Frauen” von François Ozon gestaltet das Podium für Improvisationskunst eine strukturierte Improvisation.
8 extravagante, leidenschaftliche Frauen im Rampenlicht. Jede von ihnen Komplizin, Rivalin, Liebhaberin, Feindin, Neiderin und Gönnerin.
Aus Momentaufnahmen des Films heraus entwickeln die 8 Tänzerinnen die Beziehungen untereinander und treiben das Geschehen „auf und hinter der Leinwand“ gnadenlos voran.
Die Musiker agieren wie der vermeintlich Tote hinter der Tür. Sie sind immer anwesend aber selten sichtbar und unterstützen oder steuern das Geschehen.
Künstlerische Leitung: Brigitte Jagg
Tanz: Nicole Bickel, Ruth Grabher, Claudia Grava, Carolina Fink, Brigitte Jagg, Maria King, Esther Kamp-Häusle, Debora Schlag
Musik: Robert Bernhard, René Staub
Charlie ist ein Tänzer
Was alles passieren kann auf dem Weg ins Theater, wird in diesem Tanzstück gezeigt. Die Tänzerin schlüpft dabei in eine Rolle von Charlie Chaplin. Akustisch begleitet vom Schlagzeuger Giorgio Menossi wird der wohl größte Komödiant aller Zeiten von einer ausgesprochen tänzerischen Seite betrachtet. Dabei entstehen nonverbale Dialoge zwischen Tänzerin und Musiker, die sich auf ihre ganz eigene Art verständigen.
Idee und Tanz: Aleksandra Vohl
Musik: Giorgio Fausto Menossi
Dramaturgie: Mirjam Steinbock